Ratatouille Rezept – provenzalisches Schmorgemüse

Freitagabend, Popcorn auf dem Sofa, und mitten im Zeichentrickfilm rief meine Tochter: „Genau das will ich morgen essen!“ Ihr Bruder verkündete sofort, Aubergine fasse er nicht an. Am nächsten Tag briet ich Aubergine, Zucchini und Paprika einzeln an, bis sie süß und weich waren, und ließ sie mit Tomaten schmoren. Am Ende kratzten beide den Topf leer, und das Ratatouille duftet für mich seitdem nach Wolldecke und Abspann. Dieses Ratatouille Rezept folgt der klassischen Schmormethode. Weil jedes Gemüse zuerst einzeln gebraten wird, behält es seinen eigenen Geschmack und zerfällt nicht zu Brei.
- Portionen4
- Vorbereitung25 Min.
- Garzeit50 Min.
- Gesamt75 Min.
Zubereitung
- Aubergine, Zucchini und Paprika waschen und in 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln in Streifen schneiden, den Knoblauch fein hacken. Frische Tomaten kreuzweise einritzen, 30 Sekunden in kochendes Wasser legen, häuten und würfeln.
- In einer großen Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und die Aubergine darin bei mittlerer bis starker Hitze 6 bis 8 Minuten rundum goldbraun braten. Leicht salzen und herausnehmen.
- Nacheinander mit je 1 EL Öl die Zucchini (5 Minuten) und die Paprika (6 Minuten) ebenso anbraten und jeweils herausnehmen.
- Im restlichen Öl in einem Schmortopf die Zwiebeln 5 Minuten glasig dünsten, den Knoblauch 1 Minute mitgaren. Tomaten, Thymian, Rosmarin, Lorbeer und Zucker zugeben und 10 Minuten zu einer Soße einköcheln lassen.
- Das gebratene Gemüse in den Topf geben, vorsichtig unterheben und alles zugedeckt bei kleiner Hitze 20 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch einmal umrühren.
- Kräuterzweige und Lorbeer entfernen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Basilikum grob gezupft darüberstreuen. Warm, lauwarm oder kalt servieren.
Tipps
- Für die geschichtete Variante, die Kinder oft aus Filmen kennen, Gemüse in dünne Scheiben schneiden und fächerartig auf die Tomatensoße in einer Auflaufform legen. Mit Öl beträufeln und abgedeckt bei 180 °C Ober-/Unterhitze 40 Minuten, dann offen weitere 15 bis 20 Minuten backen.
- Ratatouille schmeckt am nächsten Tag oft noch besser. Abgedeckt im Kühlschrank hält es 3 Tage.
- Dazu passen Reis, Baguette, Couscous oder gebratenes Hähnchen.
Häufige Fragen
Warum wird das Gemüse einzeln angebraten?
Jedes Gemüse hat eine andere Garzeit. Einzeln gebraten bekommt es Röstaromen und bleibt in Form, statt im gemeinsamen Topf wässrig zu werden.
Muss ich die Aubergine vorher salzen?
Bei modernen Sorten ist das nicht nötig, sie sind kaum bitter. Wer möchte, salzt die Würfel 20 Minuten vor und tupft sie gut trocken, dann saugen sie weniger Öl auf.
Kann ich Ratatouille einfrieren?
Ja, portionsweise eingefroren hält es etwa 3 Monate. Das Gemüse wird nach dem Auftauen etwas weicher, schmeckt aber genauso gut.