Kräuterhähnchen mit ofengeschmortem Kürbispüree

Friendsgiving in meiner WG-Küche, Viertel vor sechs: Acht Leute standen schon mit Schüsseln im Flur, und die geplante Pute passte nicht in unseren Ofen, nicht einmal schräg. Die Uhr tickte, der Hunger auch. Also wanderten Hähnchenkeulen unter eine Paste aus Thymian, Rosmarin und Zitronenschale, daneben schmorte Hokkaido, bis die Gabel hineinglitt. Das Kräuterhähnchen knisterte, als ich das Blech herauszog. Seitdem schmeckt Herbst für mich nach Rosmarin und Butterkürbis. Die Keulen und der Kürbis garen gleichzeitig im Ofen. Hähnchen muss im Kern mindestens 75 °C erreichen, ein Fleischthermometer macht das sicher.
- Portionen4
- Vorbereitung25 Min.
- Garzeit55 Min.
- Gesamt80 Min.
Zubereitung
- Den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Kräuter fein hacken, Knoblauch pressen und beides mit Zitronenschale, Öl, Paprikapulver, Salz und Pfeffer zu einer Paste verrühren.
- Die Keulen trocken tupfen. Die Haut vorsichtig mit den Fingern vom Fleisch lösen, etwas Paste darunter streichen und den Rest außen verteilen. Mit der Haut nach oben in den Bräter legen. Hände, Brett und Messer danach gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen.
- Den Hokkaido waschen, halbieren, entkernen und mit Schale in 3 cm große Würfel schneiden. Mit Öl und etwas Salz mischen und mit den ungeschälten Knoblauchzehen auf dem zweiten Blech verteilen.
- Hähnchen und Kürbis gleichzeitig in den Ofen schieben. Den Kürbis nach 30 bis 35 Minuten herausnehmen, wenn er weich und leicht gebräunt ist.
- Die Keulen insgesamt 45 bis 55 Minuten garen, bis die Haut knusprig ist. Mit dem Fleischthermometer an der dicksten Stelle messen, ohne den Knochen zu berühren: Es müssen mindestens 75 °C sein, der austretende Saft ist klar.
- Inzwischen den Knoblauch aus der Schale drücken und mit dem Kürbis, Butter und warmer Milch pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
- Die Keulen 5 Minuten ruhen lassen und mit dem Bratensaft auf dem Kürbispüree servieren.
Tipps
- Keulen werden besonders zart, wenn sie im Kern 80 bis 85 °C erreichen. Das Bindegewebe am Knochen ist dann weich, das Fleisch bleibt trotzdem saftig.
- Statt Hokkaido passt Butternut. Diesen vorher schälen, da seine Schale beim Garen nicht weich genug wird.
- Reste innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, in den Kühlschrank stellen, innerhalb von 2 Tagen essen und vor dem Servieren durcherhitzen.
Häufige Fragen
Kann ich Hähnchenbrust statt Keulen nehmen?
Ja. Hähnchenbrust mit Haut braucht bei 180 °C Umluft etwa 25 bis 30 Minuten. Auch hier gilt: mindestens 75 °C Kerntemperatur, danach kurz ruhen lassen.
Muss ich den Hokkaido schälen?
Nein. Die Schale des Hokkaido wird im Ofen weich und lässt sich problemlos mitpürieren. Gib ihm nur gründlich unter Wasser eine Wäsche.